💌 Dank der kontinuierlichen Aufklärungsarbeit der Vereinten Nationen seit 1949 und des Engagements der Grünen Parteien weltweit hat sich ein wachsendes Bewusstseins für die anhaltende Klimakrise und die steigenden globalen CO(und andere Treibhausgase)-Emmissionen in den traditionellen Märkten für Schweinebauch bis Gold deutlich manifestiert. Es wird immer offensichtlicher, dass eine nachhaltige und vernünftige Wirtschaftsführung bisher vernachlässigt wurde.

Stand: 12.04.2024
(see also Vienna Convention for the Protection of the Ozone Layer 1985)

🕳️ Diese Erkenntnis wird besonders durch die Tatsache, dass Kapital scheinbar unbemerkt durch undichte Stellen im Finanzsystem (durch ein unbemerktes Loch im Börserl) entweichen konnte, was zur Entstehung eines quasi eigenständiges Wirtschaftsökosystem auf dem Boden (metaphorisch gesprochen, denn eigentlich sind es Wölkchen über uns) geführt hat. Als Reaktion darauf hat sich unter anderem ein eigener Kohlenstoffmarkt (EHS-Emissionshandelssystem) etabliert, der es Investoren und Unternehmen ermöglicht, sowohl Kohlenstoffguthaben als auch Kohlenstoffkompensationen gleichzeitig zu handeln.

🎮 „Die 80er: Eine Ära der Liebe, Freude und des Schulden-Natur-Austausch – in kindgerechte Erklärung“

Herr Lovejoy hatte 1984 die Idee , wie man helfen könnte, unsere Umwelt zu schützen. Manche Länder hatten viele Schulden, und andere Länder wollten helfen, aber wussten nicht genau wie. Also haben sie sich gedacht, dass sie den Ländern mit Schulden helfen könnten, indem sie ihnen helfen, ihre Natur zu schützen. Sie haben etwas gemacht, was wie ein Tauschgeschäft war. Die Länder mit Schulden haben versprochen, ihre Natur zu schützen, und im Gegenzug haben andere Länder einen Teil ihrer Schulden übernommen.

Das ist ein wunderbarer Plan, aber wo bleibt das Geschäft hat sich die Mehrheit gedacht, ganz im Sinne von Heinrich Bölls Zitat „Die einzige Drohung, die einem Deutschen (Anmerkung: nicht nur dem Deutschen) Angst einjagt, ist die des sinkenden Umsatzes.“

🈺 🥐 Das Kyoto-Protokoll von 1997 und das Pariser Abkommen von 2015 sind internationale Abkommen, die CO2-Emissionsziele auf globaler Ebene festlegen. Das Pariser Abkommen, das von nahezu allen Ländern ratifiziert wurde, legt nationale Emissionsziele und die entsprechenden Vorschriften fest.

Ein empörungswürdiges Ereignis war die öffentlichkeitswirksame Ankündigung von Präsident Trump im Jahr 2017, aus dem Pariser Abkommen auszutreten. Zu diesem Zeitpunkt war ein solcher Schritt aufgrund einer vertraglichen Wartefrist von drei Jahren nicht möglich und im November 2020 war dann das Pariser US-Geschichte. Also, bis Jänner 2021, denn die Wiedereingliederung durch Präsident Biden erfolgte am ersten Tag seiner Amtszeit. Im krassen und von mir unvergessenen Gegensatz dazu ist die USA bereits unter Präsident Bush aus dem Kyoto-Protokoll ausgetreten und bis dato nicht wieder eingetreten.

Generell ist zu sagen, dass beim Kyoto-Protokoll es viele unbesetzte Spalten zu geben scheint, unausgefüllt sozusagen. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Abkommen liegt darin, dass das Kyoto-Protokoll sich auf entwickelte Länder konzentrierte, während das Pariser Abkommen alle Länder gleichermaßen anspricht. Offenbar fühlte sich Amerika in Bezug auf das Kyoto-Protokoll nicht ausreichend entwickelt. Ein kluger Beobachter mag denken, dass es nun mit dem Pariser Abkommen wieder an Bord ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das Pariser Abkommen rechtlich nicht verbindlich ist, während das Kyoto-Protokoll für alle unterzeichnenden Parteien eine rechtliche Verpflichtung darstellte.

Das Kyoto-Protokoll war die falsche Lösung zur richtigen Zeit, der Versuch einer Lösung. Dann kam das Pariser Abkommen. Das Pariser Abkommen ist so wie eine Familienpizza-Bestellung, bei der jeder unterschiedliche Beläge und Stile (Steinofen, Chicago, Pan-Pizza, New Yorker oder doch liebe Neapolitaner) haben will – da ist es einfacher, eine Rakete zum Mars zu bauen, als sich auf eine gemeinsame Entscheidung zu einigen!

🤠 Obwohl Lovejoy jetzt einen neuen Hut trägt, ist er immer noch im Spiel. Wenn wir so weitermachen, erweitern wir einfach das Genfer Abkommen und definieren die Umweltkatastrophen als Waffen gegen uns selbst. So abwegig ist der Gedanke nicht, denn die Schweiz ist die erste Nation die vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zum Handeln aufgefordert wurde.

🤼‍♀️ Für mich ist der Umweltaspekt wie ein riesiges ökologisches Buffet, das nicht nur zwischenstaatliche Beziehungen umfasst, sondern auch jede Menge direkte persönliche Interaktionen – es ist praktisch wie eine Naturparty mit allen möglichen Lebewesen!

Derzeit spaltet sich dieser zwischenmenschliche Umweltfaktor in eine polarisierte Dynamik zwischen „aufgeweckt“ (woke) und „nicht aufgeweckt“ (unwoke oder anti-woke culture) auf, was sich sowohl in heftigen Auseinandersetzungen („shitstorm“) gleich den Umweltkatastrophen zeigt. Vor Kurzem verließ ich eine Drogerie in der Fußgängerzone von Baden und wurde von einer offensichtlich echauffierten, leicht verwahrlosten Frau mit deutlich österreichischem Akzent passiert, die lautstark die gleichen Worte mantraartig wiederholte: „Sie schießen direkt auf mich. Sie schießen mit Worten.“ Sie eilte zielstrebig an mir vorbei. Sie hat Recht und ist im Recht, habe ich mir gedacht.

🏷️ Der Preis und Einheit

Eine (buchstäbliche Gewichtsmessung) Tonne Kohlenstoffemissionen= CO2e Emissionen fallen in eine von zwei Kategorien: Kohlenstoffguthaben oder Kohlenstoffkompensationen, und beide können auf einem als Zwischenlösung vorgesehenen Kohlenstoffmarkt gekauft und verkauft werden. Es ist eine einfache Idee, die eine marktbasierte Lösung für ein schwieriges Problem bietet.

👣 a) Kohlenstoffguthaben (regulatorische Compliance-Market), auch bekannt als Emissionszertifikate, funktionieren wie Genehmigungsscheine für Emissionen. Wenn ein Unternehmen ein Kohlenstoffguthaben kauft, normalerweise von der Regierung (Das Europäische Unions -Emissionshandelssystem (ETS) ermöglicht es Unternehmen Kohlenstoffzertifikate von anderen Unternehmen zu kaufen.), erhält es die Erlaubnis, eine Tonne CO2-Emissionen zu erzeugen. Mit Kohlenstoffguthaben fließt der Kohlenstofferlös vertikal von Unternehmen zu Regulierungsbehörden, obwohl Unternehmen, die überschüssige Guthaben haben, sie an andere Unternehmen verkaufen können.

Wie man Kohlenstoffguthaben erzeugt? Viele verschiedene Arten von Unternehmen können Kohlenstoffguthaben erzeugen und verkaufen, indem sie Emissionen durch verschiedene Prozesse reduzieren, einfangen und speichern.

Der globale Compliance-Markt für Kohlenstoffzertifikate ist massiv. Die Gesamtmarktkapitalisierung 261 Milliarden US-Dollar und repräsentiert 10,3 Gigatonnen CO2-Äquivalent, die im Jahr 2020 auf den Compliance-Märkten gehandelt wurden.

b) Kohlenstoffkompensationen (freiwilliges Ausgleichsguthaben, VCM Voluntary Carbon Market) fließen horizontal und handeln Kohlenstoff-einnahmen zwischen Unternehmen. Wenn ein Unternehmen eine Einheit Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt (beispielsweise durch das Pflanzen von mehr Bäumen oder Investitionen in erneuerbare Energien), als Teil seiner normalen Geschäftstätigkeit, kann es eine Kohlenstoff-kompensation generieren. Der Kauf dieser Kompensationen ist freiwillig. Andere Unternehmen können dann von diesem Unternehmen die Kohlenstoff-kompensation kaufen, um deren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren, bzw. der Unternehmer selbst kann die Menge and CO2e, die er ausstoßt messbar weiter verringern.

Der freiwillige Kohlenstoffmarkt ist schwer zu messen. Die Kosten für Kohlenstoffguthaben variieren, insbesondere für Kohlenstoffausgleiche, da der Wert eng mit der wahrgenommenen Qualität des ausstellenden Unternehmens verbunden ist. Dritte Validierer fügen dem Prozess eine Kontrollebene hinzu, die garantiert, dass jeder Kohlenstoffausgleich tatsächlich aus realen Emissionsminderungen resultiert, aber selbst dann gibt es oft Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Kohlenstoffausgleichen.

Während der freiwillige Kohlenstoffmarkt im letzten Jahr auf etwa 400 Millionen Dollar geschätzt wurde, prognostizieren Experten den Wert des Sektors zwischen 10 und 25 Milliarden Dollar bis 2030, abhängig davon, wie aggressiv Länder auf der ganzen Welt ihre Klimaziele verfolgen. Selbst bei einem optimistischen Wachstumstempo würde der freiwillige Kohlenstoffmarkt immer noch deutlich hinter dem erforderlichen Investitionsbetrag zurückbleiben, um die Ziele des Pariser Abkommens vollständig zu erreichen.

Der freiwillige Kohlenstoffmarkt ist der Bereich, in dem viele Unternehmen wie Apple, Stripe, Shell und British Petroleum aktiv bemüht sind, ihren Fußabdruck auszugleichen. Es ist der Sektor, der am meisten Wachstumspotenzial bietet.

Kohlenstoffausgleichsprojekten sind unter anderem: Erneuerbare Energieprojekte, Verbesserung der Energieeffizienz, Kohlenstoff- und Methanabscheidung und -speicherung l Landnutzung und Aufforstung, einfache alltägliche Änderungen wie der Austausch von Haushaltslampen von Glühlampen durch LED-Lampen.

Methan ist einfacher zu handhaben, da es einfach verbrannt werden kann, um CO2 zu erzeugen. Obwohl dies zunächst kontraproduktiv klingt, da Methan über 20-mal schädlicher für die Atmosphäre ist als CO2, reduziert die Umwandlung eines Moleküls Methan in ein Molekül CO2 durch Verbrennung den Nettoausstoß um mehr als 95 %.

Bei Kohlenstoff erfolgt die Abscheidung oft direkt an der Quelle, wie z.B. in Kraftwerken. Während die Einspritzung dieses abgeschiedenen Kohlenstoffs unterirdisch bereits seit Jahrzehnten für verschiedene Zwecke wie die verbesserte Ölförderung verwendet wird, ist die Idee, diesen Kohlenstoff langfristig zu speichern und ihn ähnlich wie radioaktiven Abfall zu behandeln, ein neueres Konzept.

Landnutzungs- und Aufforstungsprojekte nutzen die Kohlenstoffsenken der Natur, die Bäume und den Boden, um Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufzunehmen. Dies umfasst den Schutz und die Wiederherstellung alter Wälder, die Schaffung neuer Wälder und die Bodenbewirtschaftung. Pflanzen wandeln CO2 aus der Atmosphäre durch Photosynthese in organische Materie um, die schließlich als abgestorbene Pflanzenmasse im Boden landet. Sobald sie aufgenommen wurde, hilft die CO2-angereicherte Erde, die natürlichen Eigenschaften des Bodens wiederherzustellen – die Ertragsproduktion zu verbessern und die Verschmutzung zu verringern.

Obwohl dies keine umfassende Liste ist, sind hier einige beliebte Praktiken, die in der Regel als Ausgleichsprojekte gelten:

  • Investition in erneuerbare Energien durch die Finanzierung von Wind-, Wasser-, Geothermie- und Solarstromerzeugungsprojekten oder die Umstellung auf solche Energiequellen, wo immer möglich.
  • Verbesserung der Energieeffizienz weltweit, zum Beispiel durch die Bereitstellung effizienterer Kochstellen für Menschen in ländlichen oder ärmeren Regionen.
  • Abscheidung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre und Verwendung zur Herstellung von Biotreibstoff, was ihn zu einer kohlenstoffneutralen Kraftstoffquelle macht.
  • Rückführung von Biomasse als Mulch in den Boden nach der Ernte anstatt sie zu entfernen oder zu verbrennen. Diese Praxis reduziert die Verdunstung von der Bodenoberfläche und hilft, Wasser zu bewahren. Die Biomasse hilft auch dabei, Bodenmikroben und Regenwürmer zu ernähren, wodurch Nährstoffe zyklisiert und die Bodenstruktur gestärkt werden.
  • Förderung des Waldwachstums durch Baum- und Aufforstungsprojekte.
  • Umstellung auf alternative Brennstofftypen wie kohlenstoffärmere Biotreibstoffe wie Mais und aus Biomasse gewonnenes Ethanol und Biodiesel.

Wenn Sie sich fragen, wie Kohlenstoffausgleichs- und Zuteilungsniveaus durch diese Prozesse bewertet und bestimmt werden, holen Sie tief Luft. Die Überwachung von Emissionen und Reduzierungen kann selbst für erfahrene Fachleute eine Herausforderung sein.

📈 Die Märkte:

Das erneute Interesse an Kohlenstoffmärkten ist relativ neu. Es gibt 25 verschiedene Emissionshandelssysteme weltweit, 22 weitere sind in Planung. Internationale Kohlenstoffhandelsmärkte existieren seit den Kyoto-Protokollen von 1997, aber das Aufkommen neuer regionaler Märkte hat einen regelrechten Investitionsboom ausgelöst. Die EU ist weltweit Vorreiter bei der Einführung des Emissionshandels, die Mitgliedsstaaten haben das System bereits 2005 eingeführt (Heute erfasst es etwa 40 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen in der EU.). In den Vereinigten Staaten existiert kein nationaler Kohlenstoffmarkt, und nur zwei  Bundesstaaten – Kalifornien und Oregon – haben ein formales Emissionshandelssystem. Allerdings Kalifornien betreffend haben sich neun Bundesstaaten an der Ostküste zu einem eigenen Emissionshandelskonglomerat, der Regional Greenhouse Gas Initiative, zusammengeschlossen.

🧢 Kalifornien vergibt Gutschriften an Einwohner für ihren Benzin- und Stromverbrauch. (Der durchschnittliche Amerikaner erzeugt jedes Jahr 16 Tonnen CO2e durch Autofahren, Einkaufen, den Gebrauch von Strom und Gas zu Hause und im Allgemeinen durch den Ablauf des täglichen Lebens.) Die Anzahl der jährlich ausgegebenen Gutschriften basiert in der Regel auf Emissionszielen. Gutschriften werden häufig im Rahmen eines sogenannten „Cap-and-Trade„-Programms (=Compliance Guthaben, regulierter Markt) ausgegeben. Regulierungsbehörden legen eine Obergrenze für Kohlenstoffemissionen fest – die Kappe. Diese Obergrenze wird im Laufe der Zeit allmählich gesenkt, was es Unternehmen immer schwieriger macht, innerhalb dieser Grenze zu bleiben. Auf der ganzen Welt existieren in irgendeiner Form „Cap-and-Trade“-Programme in Kanada, der EU, dem Vereinigten Königreich, China, Neuseeland, Japan und Südkorea, wobei viele weitere Länder und Bundesstaaten eine Implementierung in Betracht ziehen.

Baseline-Kreditsysteme verwenden einen ähnlichen Prozess, jedoch umgekehrt. Kohlenstoffgutschriften werden nur an Unternehmen verteilt, die ihre Emissionen unter einem festgelegten Ausgangswert halten. Diese Gutschriften können dann mit Unternehmen gehandelt werden, die über dem Ausgangswert liegen.

Die meisten großen Unternehmen leisten ihren Beitrag und werden oder haben einen Fahrplan angekündigt, um ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu minimieren. Die Anzahl der ihnen jedes Jahr zugeteilten Kohlenstoffgut-haben (die auf der Größe jedes Unternehmens und der Effizienz ihrer Betriebsabläufe im Vergleich zu branchenüblichen Benchmarks basiert) reicht möglicherweise nicht aus, um ihre Bedürfnisse zu decken.

Unabhängig von technologischen Fortschritten sind einige Unternehmen noch Jahre davon entfernt, ihre Emissionen wesentlich zu reduzieren. Dennoch müssen sie weiterhin Waren und Dienstleistungen anbieten, um das Geld zu generieren, das sie benötigen, um den Kohlenstoff-Fußabdruck ihrer Betriebsabläufe zu verbessern.

Trotz der Schwierigkeiten sind sich Analysten einig, dass die Beteiligung am freiwilligen Kohlenstoffmarkt rapide wächst. Selbst bei dem oben dargestellten Wachstumstempo würde der freiwillige Kohlenstoffmarkt immer noch deutlich hinter dem erforderlichen Investitionsbetrag zurückbleiben, um die Ziele des Pariser Abkommens vollständig zu erreichen.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Verbraucher sind sich zunehmend der Bedeutung von Kohlenstoffemissionen bewusst. Folglich sind sie zunehmend kritisch gegenüber Unternehmen, die den Klimawandel nicht ernst nehmen. Indem sie zu Kohlenstoffausgleichsprojekten beitragen, signalisieren Unternehmen Verbrauchern und Investoren, dass sie dem Kampf gegen den Klimawandel nicht nur Lippenbekenntnisse ablegen. Für viele Unternehmen überwiegt der CSR-Nutzen oft die tatsächlichen Kosten des Ausgleichs.

Nicht jeder Kohlenstoffzertifikatmarkt ist gleich, und es ist leicht, selbst bei streng regulierten Programmen wie dem von Kalifornien Mängel zu finden. Kohlenstoffzulassungen in diesen Märkten könnten tatsächlich nicht so viel wert sein, wie sie vorgeben, aber da die Teilnahme verpflichtend ist, ist es für Unternehmen schwer, ihren eigenen Einfluss zu kontrollieren.

In der Theorie bietet der Kauf von Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen Unternehmen eine konkretere Möglichkeit, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren. Schließlich beschäftigen sich Kohlenstoffzertifikate nur mit zukünftigen Emissionen. Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen ermöglichen es Unternehmen jedoch, auch ihre historischen CO2e-Emissionen sofort anzugehen. Unternehmen können auch die Arten von Projekten auswählen, die den größten Einfluss haben, wie zum Beispiel Blue Carbon-Projekte. Richtig angewendet sind Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen ein Weg für Unternehmen, zusätzliche PR-Punkte zu sammeln und eine messbarere Reduzierung der Kohlenstoffemissionen zu erreichen. Da es keine regulatorische Stelle gibt, die Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen überwacht, sind Standardsorganisationen wie Verra einflussreich geworden, um den Kohlenstoffausgleichsmarkt zu überprüfen.

Der Vorteil des Ausgleichs:

Neue Einnahmequellen. Es gibt noch einen weiteren großen Vorteil von Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen.Wenn Sie das Unternehmen sind, das sie verkauft, können sie eine bedeutende Einnahmequelle sein! Das beste Beispiel dafür ist Tesla. Ja, das Tesla, der Hersteller von Elektroautos, der im ersten Quartal 2021 Kohlenstoffguthaben an etablierte Autohersteller im Wert von 518 Millionen US-Dollar verkauft hat.

Das ist ein riesiger Deal und hält Tesla allein davon ab, rote Zahlen zu schreiben. Wenn der Markt für Kohlenstoffzertifikate weiter steigt und sich die Preise für Zertifikate weiter erhöhen, könnten Tesla und andere umweltfreundliche Unternehmen enorme Gewinne erzielen.

Reduzieren Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen tatsächlich Emissionen?

Sowohl Ausgleichsmaßnahmen als auch Zertifikate funktionieren nicht immer wie beabsichtigt. Freiwillige Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen beruhen auf einer klaren Verbindung zwischen der durchgeführten Aktivität und dem positiven Umwelteffekt.

Manchmal ist diese Verbindung offensichtlich – Unternehmen, die Kohlenstoffabscheidungstechnologien verwenden, um CO2-Emissionen zu entfernen und zu speichern, können auf konkrete Zahlen verweisen.

Andere Programme, wie Ausgleichsmaßnahmen, die grünen Tourismus fördern oder die Schäden des internationalen Reisens ausgleichen sollen, können schwieriger zu messen sein. Der Ruf der Organisation, die das Zertifikat ausstellt, bestimmt den Wert des Ausgleichs. Seriöse Organisationen für Kohlenstoffausgleich wählen Kohlenstoffprojekte sorgfältig aus und berichten sorgfältig darüber, und Drittanbieterprüfer können sicherstellen, dass solche Projekte den strengen Standards entsprechen, wie sie vom UN Clean Development Mechanism festgelegt wurden. Einmal ordnungsgemäß geprüft, stellen „hochwertige“ Ausgleichsmaßnahmen greifbare, messbare Mengen an Reduzierungen von CO2e-Emissionen dar, die Unternehmen nutzen können, als hätten sie ihre eigenen Treibhausgasemissionen tatsächlich reduziert. Obwohl das Unternehmen seine eigenen Emissionen noch nicht tatsächlich reduziert hat, ist die Welt genauso gut dran, als ob das Unternehmen dies bereits getan hätte. Auf diese Weise hat sich das Unternehmen mehr Zeit gekauft, um seine Betriebsabläufe umweltfreundlicher zu gestalten, während es für die Atmosphäre bereits so aussieht, als ob es dies bereits getan hätte.

Wenn Sie nicht ein großes Unternehmen vertreten, ist es unwahrscheinlich, dass Sie direkt von der Quellfirma Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen kaufen können. Zumindest im Moment.

Stattdessen müssen Sie sich an eine wachsende Anzahl von Drittanbieterunternehmen wenden, die als Vermittler fungieren. Obwohl dies wie ein zusätzlicher Schritt erscheinen mag, bieten diese Unternehmen einige Vorteile.

Die besten Unternehmen fungieren auch als Überprüfungsmechanismus. Sie prüfen und überprüfen, um sicherzustellen, dass die von Ihnen gekauften Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen tatsächlich Kohlenstoff ausgleichen.

Zum Beispiel: Unternehmen wie Galaxus, der größte Online-Händler der Schweiz, bieten Verbrauchern die Möglichkeit, den Kohlenstoff-Fußabdruck ihres Einkaufs auszugleichen.

Wenn Ihnen das als Einzelperson/Enduser/Verbraucher wie die Löcher im Emmentaler separat zu kaufen vorkommt, dann bitte noch ein paar Zeilen Geduld.

Kohlenstoff-Fußabdruck-Rechner

Viele Organisationen stellen auch einen Kohlenstoff-Fußabdruck-Rechner zur Verfügung. Sie können diese Rechner verwenden, um genau zu bestimmen, wie viele Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen Sie benötigen, um kohlenstoffneutral zu sein.

Ambitionierte Organisationen, Unternehmen und Personen können Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen kaufen, um die Netto-Null oder sogar die Nullifizierung aller bisherigen historischen Emissionen zu erreichen. Das Softwareunternehmen Microsoft (MSFT) hat sich beispielsweise verpflichtet, bis 2030 kohlenstoffnegativ zu sein und bis 2050 alle von ihnen seit ihrer Gründung emittierten Kohlenstoffemissionen zu entfernen.

Also, was brauchen Sie?

Wenn Sie ein Unternehmen sind, könnte die Antwort einfach „beides“ sein – aber alles hängt von Ihren Geschäftszielen sowie den lokalen Vorschriften ab, unter denen Ihr Unternehmen tätig ist. Wenn Sie ein Verbraucher sind, sind Kohlenstoffzertifikate für Sie wahrscheinlich nicht verfügbar, aber Sie können dennoch Ihren Beitrag leisten, indem Sie Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen kaufen.

Unser wichtiges globales Ziel ist es, sowohl aufzuhören, metaphorische Chemikalien in die Wasserversorgung zu leiten, als auch die bestehende Wasserversorgung im Laufe der Zeit zu reinigen. Mit anderen Worten, wir müssen sowohl die CO2-Emissionen drastisch reduzieren als auch daran arbeiten, das derzeit in der Atmosphäre vorhandene CO2 zu entfernen, wenn wir die Verschmutzung materiell reduzieren wollen.

Warum sollte ich Kohlenstoffzertifikate kaufen?

Wenn Sie ein Unternehmen sind, gibt es viele überzeugende Gründe, warum Sie ernsthaft in Kohlenstoffzertifikate und Ausgleichsmaßnahmen investieren sollten.

Wenn Sie eine Einzelperson sind, die Kohlenstoffzertifikate kaufen möchte, interessieren Sie sich wahrscheinlich aus einem von zwei Gründen dafür:

Der erste Grund ist, dass Sie umweltbewusst sind und Ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten möchten, indem Sie Ihre eigenen Treibhausgasemissionen oder die Ihrer Familie ausgleichen.

Wenn das der Fall ist, können Sie sich darauf verlassen – Kohlenstoff-ausgleichsmaßnahmen von einem seriösen Anbieter wie Native Energy sind der perfekte Weg für Sie, Ihren eigenen Kohlenstoff-Fußabdruck zu kompensieren.

Der zweite Grund, warum Sie daran interessiert sind, Kohlenstoffzertifikate zu kaufen, besteht darin, dass Sie es für eine Investitionsmöglichkeit halten. Der globale Kohlenstoffmarkt ist im letzten Jahr um 20% gewachsen, und dieses starke Wachstum wird voraussichtlich anhalten, da der Klimawandel für die Welt immer relevanter wird.

Was ist Blue Carbon?

Blue Carbon sind spezielle Kohlenstoffzertifikate, die aus Standorten stammen, die als Blue-Carbon-Ökosysteme bekannt sind. Diese Ökosysteme umfassen hauptsächlich Meereswälder wie Gezeitenmarschen, Mangrovenwälder und Seegrasbetten.

Ja, Wälder können im Ozean wachsen! Beispiele hierfür sind die Mangrovenwälder in Meeresbuchten, wie zum Beispiel die in der Magdalena-Bucht in Baja California Sur, Mexiko.

Mangroven sind Bäume (ungefähr 70 Prozent unter Wasser, 30 Prozent über Wasser), die sich entwickelt haben, um in überfluteten Küstenumgebungen zu überleben, wo Meerwasser auf Süßwasser trifft und der resultierende Sauerstoffmangel das Leben für andere Pflanzen unmöglich macht.

Wichtige Tatsache: Mangroven bedecken nur 0,1% der Erdoberfläche. Mangrovenbäume bieten Schutz und Nahrung für zahlreiche Arten wie Haie, Wale und Meeresschildkröten. Und dank ihrer anderen indirekten Auswirkungen wie den positiven Auswirkungen auf Korallen, Algen und die marine Biodiversität, die durch Aktivitäten wie Überfischung und Landwirtschaft so stark beeinträchtigt wurden, gelten Mangroven als äußerst wertvolle marine Ökosysteme.

In den letzten zehn Jahren haben Wissenschaftler festgestellt, dass Blue-Carbon-Ökosysteme wie diese Mangrovenwälder zu den intensivsten Kohlenstoffsenken der Welt gehören.

Nach wissenschaftlichen Studien können Mangroven Pfund für Pfund bis zu 4-mal mehr Kohlenstoff speichern als terrestrische Wälder.

Das bedeutet, dass Blue-Carbon-Ausgleichsmaßnahmen im Verhältnis zu der Fläche, die sie einnehmen, enorme Mengen an Treibhausgasen entfernen können. Darüber hinaus bieten sie auch eine Vielzahl anderer Vorteile für ihre lokalen Ökosysteme.

Dementsprechend werden Kohlenstoffausgleichsmaßnahmen für Blue Carbon-Projekte zu einem Premiumpreis gehandelt.

Weiterführende Links:

Dieser Beitrag wird fortgesetzt, entweder innerhalb dieses Blogs oder als eigenständiger Eintrag. Vorschau: Der anhaltende, jedoch nicht nachhaltige Silberrausch für Solaranlagen – ein Schatz im Silbersee?

Eine Antwort zu „CO2-Investitionen für Anfänger: Eine inspirierende Einführung”.

  1. […] Bezug auf meinen letzten Blogeintrag (vorerst nur in Deutsch verfügbar) zu diesem Thema gibt es sowohl das staatlich vertikal […]

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