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W.O.W.s und der Schuh mit der roten Sohle – New ways of working, new laws. Ich setze exakt an dem Punkt fort, an dem ich im letzen Blog aufgehört habe – bei Zapier, einem hochgradig leistungsstarken Werkzeug für Führungskräfte, das sich mit über 5000 verschiedenen Anwendungen/Apps versteht. Wenn es jedoch darum geht, festzustellen, ob Mitarbeiter…

W.O.W.s und der Schuh mit der roten Sohle – New ways of working, new laws.

Ich setze exakt an dem Punkt fort, an dem ich im letzen Blog aufgehört habe – bei Zapier, einem hochgradig leistungsstarken Werkzeug für Führungskräfte, das sich mit über 5000 verschiedenen Anwendungen/Apps versteht. Wenn es jedoch darum geht, festzustellen, ob Mitarbeiter KI einsetzen, stellt sich die Frage: Wie erlangen Vorgesetzte diese Information? Hier kommen neuartige Administrations-Konsolen ins Spiel, die es Unternehmen ermöglichen, die Aktivitäten der Mitarbeiter zu
überblicken. Diese Konsolen bieten eine Reihe von Funktionen, darunter die einmalige Anmeldung (Single Sign-On), Domänenüberprüfung und ein Dashboard, das umfassende Nutzungsstatistiken liefert.

Hoffentlich habt ihr eure Browser genauso konfiguriert wie ich, sodass alles einfach überblickbar ist (WebChatGPT, Claude (funktioniert nur in UK und US), Bard und BingChat). Katze liegt allerdings außerhalb der Möglichkeiten von Bard.

 

Aktuelle Statistiken verdeutlichen, dass künstliche Intelligenz derzeit vornehmlich zu Unterhaltungszwecken genutzt wird und dieser Gebrauch stark von Bildungsniveau abhängig ist. Anfragen wie beispielsweise „Erzähl mir eine Geschichte“ übertreffen arbeitsbezogene Anfragen bei weitem in ihrer Häufigkeit. In jüngster Zeit hat sich der Strom an neu eingeführten KI-Produkten in den sozialen Medien beruhigt. Diese Ruhephase endet jedoch gegen Ende des Monats September. Führende Persönlichkeiten aus dem Technologiebereich hatten einen sechsmonatigen Entwicklungsstopp für künstliche Intelligenz gefordert, um den Fokus auf Sicherheitsstandards zu legen.

Die Handelskammern sind derzeit dabei, den Einsatz von künstlicher Intelligenz genauer zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Schäden für Verbraucher. Dies folgt auf Probleme wie von KI generierte „Halluzinationen“, die humorvoll als „Halunkinationen“ in Anlehnung an den herausragenden österreichischen Schauspieler Paul Hörbiger bezeichnet werden könnten, sowie die Verbreitung irreführender Daten.

Passend zum bald endenden Moratorium (siehe oben) ist das Digitale Dienstleistungsgesetz der Europäischen Union mit neuen Verordnungen am 25. August d.J. in Kraft getreten, und es ist unklar, ob die erhofften Verbraucherschutzmaßnahmen die gewünschte Wirkung erzielen werden. Das Gesetz (DSA) legt Regeln fest, die von der EU entworfen wurden, um sehr große Online-Plattformen (genannt 7 Gatekeepers: Alphabet [Google], Amazon, Apple, ByteDance [TikTok], Meta [Facebook, Instagram, WhatsApp], Microsoft, Samsung) dazu zu verpflichten, „die Verbreitung illegaler Inhalte, Online-Desinformation und anderer gesellschaftlicher Risiken“, die von Online-Diensteanbietern präsentiert werden, einzudämmen. Das DSA und das Gesetz über digitale Märkte (DMA) treten gemeinsam in Kraft, ein Doppelakt sozusagen.

Während das DMA für Unternehmen gilt, die als Gatekeeper für Online-Dienste fungieren, und darauf abzielt, einen gleichberechtigten Zugang für einige Drittanbieter-Software sicherzustellen, geht es beim DSA darum sicherzustellen, dass Aktivitäten, die in der realen Welt illegal sind, auch online durchsetzbar illegal sind. Gemäß dem DSA haben digitale Diensteanbieter – einschließlich Hosting-Diensten, Online-Plattformen, VLOPs (Very Large Online-Plattform inkludiert Vlose= very large online search engines) und sogar Zwischenanbietern wie ISPs – die Verpflichtung sicherzustellen, dass verkaufte Produkte sicher sind und nicht gefälscht, und Werbung zu entfernen, die Minderjährige anspricht oder sensible Daten verwendet. Eine weitere Anforderung besteht darin, „dunkle Muster“ in der Werbung zu beseitigen. Klarheit darüber, wie Organisationen Inhalte moderieren, sowie die Verpflichtung, ihre Algorithmen zur Überprüfung vorzulegen, sind ebenfalls erforderlich. VLOPs, die das DSA als Plattformen definiert, die groß genug sind, um 10 Prozent der Bevölkerung der EU zu erreichen, oder etwa 45 Millionen Menschen, müssen noch strengeren Regeln folgen. Die EU ist der Ansicht, dass VLOPs aufgrund ihrer weiten Reichweite das höchste Risiko für die Öffentlichkeit darstellen. Neben den Regeln, denen andere digitale Diensteanbieter folgen müssen, müssen VLOPs auch Daten mit „überprüften“ Forschern und Regierungen teilen, Benutzern ermöglichen, sich von Profilierungsempfehlungen abzumelden, sich regelmäßigen Audits unterziehen und Risikomanagement sowie Krisenreaktionspläne haben.

Drüben, die USA sozusagen: Das Weiße Haus hat eine „Blaupause für eine KI-Grundrechtecharta“ (Blueprint for an AI Bill of Rights), vorgestellt, die auf Datenschutz, Diskriminierung und unbefugte Nutzung von KI-generierten Inhalten abzielt. Das Pentagon investiert kräftig in KI-Technologie, um einen scharfen Blick auf den Himmel über Washington, D.C. zu werfen. Es ist, als hätte man dort oben einen superklugen Wachhund! Der Wachhund bellt mit Ende des Jahres, Teleidoskop entwickelte das neue KI System (Elefanten, Mücken, Drohnen, Autos, Personen).

Apropo, Christian Louboutin verlässt sich auf ChatGPT. Der Richter, H.E. Justice Prathiba M Singh mahnt, KI kann bei rechtlichen Entscheidungen weder menschliche Intelligenz noch Menschlichkeit ersetzen kann. Die Genauigkeit der KI-Daten bleibt ungewiss; KI-Tools wie ChatGPT können nur für erste Recherchen verwendet werden. Das Gericht betonte die Abhängigkeit des KI-Modells von Abfragestrukturen, Trainingsdaten und möglichen Ungenauigkeiten. Superspannend wird es ohnehin erst wenn gerichtliche (auch historische) Dokumente durchsucht werden können, wie z.B. mit dem noch fiktiven judgeGPT.

Ich erinnere mich an eine Zeit, in der es in Word noch kein drehbares Lineal gab. Ich versuche verzweifelt, das Lineal zu drehen, während ich nach Lösungen suche. Du stößt auf kurze Blogbeiträge von aufstrebenden und hilfreichen Jungexperten, deren Anleitungen du voller Vertrauen befolgst. Doch trotz all dem, das Lineal bewegt sich nicht. Stattdessen steht plötzlich der Text auf dem Kopf, weil du einer vorgegebenen Tastenkombination gefolgt bist. In dem vertrauenswürdigen Blog stand jedoch nicht, dass diese Tastenkombination standardmäßig das Bild auf den Kopf stellt. Das steht dann in einem anderen Blog. Nun, so eine Kurzbloggerin bin ich eben nicht.

Immer lesenswert schrieb die Bilanz vom März zu ChatGPt (kostenfreies Exemplar der BusinessLounge am Züricher Flughafen) von 30% Arbeitskräfte-Einsparungspotential im rechlichen Sektor bis 2024. Gartner, die Firma, die meine Aufmerksamkeit gewann weil meine Chefs bei HP mit einem bewundernden Zittern in der Stimme immer den Namen so ehrfürchtig aussprachen, ist da schon deutlich konservativer und spricht von 20% (Gartner predicts that by 2024, legal departments will replace 20% of their legal team with professional staff; actually they used the non-PC term), gemeint ist wohl die älteren Semester machen firmenmäßig einen natürlichen Abgang.  Gut, die Glaskugel-Experten und die von ihnen verwendeten Formeln sind gelegentlich mehr „good will“ Experiment als Wissenschaft. 

Darum liegt mein heutiger AI Fokus auf was kann Otto Normalverbraucher mitnehmen aus der Welt des Legal AI, z.B. Law ChatGPT. 

Hier gleich ein hilfreicher Hinweis: Mit dem AVG Browser springt das Webshield an und schreit Malware „This site contains harmful programs“, einfach mit einem anderen Browser z.B. Bing ansteuern oder das Webshield für diese Seite ausschalten. Ich habe die dzt. meist angepriesenen Produkte nach Eigenschaft geordnet. Manche Produkttitel sind auf Deutsch übersetzt (sind aber nicht Deutsch), es gilt jedoch wie bereits in meinen letzten beiden Blogs erwähnt, Englisch ist die Devise und bringt bessere Ergebnisse. Einige bieten kostenfreien Zugang, andere kostenfreie Demoversionen. Es empfiehlt sich generell ein Check welches Land der Weisheitshersteller ist.

Kurzum, für jemand der Jackass rechtliches Wissen hat, dem wird der Legalese Decoder (Juristischer Decoder)  in Zukunft sein Gesicht wahren. Grossfirmen brauchen allerdings Lösungen die auch andere Abteilungen AI mäßig aufrüsten wie z.B. Gatekeeper, witzig der Name, denn wie eingangs erwähnt haben die 7 Gatekeeper jetzt besondere Rechtsauflagen mit der Fa. Gatekeeper hat das allerdings weniger zu tun. Grundsätzlich finde ich die Auswahl aber enttäuschend und ich orte eine Dominanz für rechtliche Funktionäre.

ProduktEigenschaften
LegalNowDraft & review your contracts with lawyer-level AI
LegalEbilling, time tracking, expense and trust accounting
Rechtsanwaltsgehilfe KIDocument summaries and answers to legal questions
Juristischer DecoderConvert documents (complex legal ones) into simple language
NEOlaw.aiDocuments for all domains, AI-generated customized legal documents for all domains
LegalyDocument management
LuminanceLegal document review, AI solution for processing and reviewing legal documents
Law ChatGPTCreation of legal documents with NLP algorithms
TextaCase documents (automated), legal library, and document review
Law SupportMobile legal AI
Amto.aiPersonalized customer communication, reminders, and updates
AI-LawyerGlobal legal research, document creation, and review
One Law AILegal communication
CSDiscoLegal process automation
Lex MachinaLegal analysis
DoNotPay (Robot Lawyer)Legal claims
Westlaw EdgeLegal research
Ghostwriter LegalLegal writing styles (integrated into Word, Microsoft)
Amto AILegal document drafting
AnsaradaLegal and business processes
SpellbookWriting assistant for contract language suggestions
Genie AIContract design, analysis, and adjustment
MotionizeContract drafting tool, AI-supported contract drafting tool integrated into Word
LinkQuadrateContract management with AI-supported contract review
ClauseBaseContract automation platform with reusable clauses
MaigonContract review: AI-supported contract review with GPT-4 language model
LawgeexContract review
LatchContract conclusions
Bigle LegalContract management
DarrowViolations: An AI-driven legal platform for detecting hidden legal violations

Aus persönlichem Interesse möchte ich die AI Tools auch noch im Gesundheitsbereich beleuchten, dazu aber beim nächsten Mal. Vorschau: Palantir und damit es spannend bleibt, diese Firma wurde 2004 mit finanzieller Unterstützung der CIA gegründet (die müssen halt auch selbst schauen wie sie sich finanzieren).

Solltet ihr jedoch einen spannenden Versuch wagen wollen – der einen Teil der Bandbreite von Zapier abdeckt – anzunehmenderweise auch im rechtlichen Bereich dann empfehle ich diesen Selbstversuch:

4. How to Install Auto-GPT Locally (Setup Guide + Use Cases)

2 Antworten zu „W.O.W.s und der Schuh mit der roten Sohle“

  1. […] New ways of working, new laws. (English Version) […]

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  2. […] New ways of working, new laws. (English Version) […]

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